Co-Captain Max Zeller im Interview

Servus Max! Eine durchaus erfolgreiche Saison neigt sich dem Ende zu, vor kurzem hast du deinen Vertrag beim FVI verlängert. Wie geht es Dir aktuell?

Aktuell geht es mir sehr gut, danke der Nachfrage!

Du hast dich mit den Jahren zu einer wichtigen Säule in unserem Kader entwickelt. Welche Gründe sprachen für dein Treuebekenntnis bis 2026?

Es gab zahlreiche persönliche und sportliche Gründe, die für Illertissen sprachen. Persönlich bin ich hier aufgewachsen, habe meine Familie und Freunde in der Nähe und stehe kurz vor dem Abschluss meines Ingenieurstudiums Anfang nächsten Jahres. Sportlich gesehen entwickeln wir uns gerade sehr vielversprechend. Der Verein strebt eine professionellere Ausrichtung an, was sowohl auf als auch neben dem Platz spürbar ist. Dieses Halbjahr haben wir bisher in der Liga wenig falsch gemacht, was die Vorfreude auf die letzten Saisonspiele nur noch steigert.

Vor genau einem Jahr konntest du nach erfolgreicher Genesung nach dem Kreuzbandriss dein Comeback feiern. Wie hast du die lange Zeit ohne Fußball erlebt und wie fühlt sich dein Körper heute an?

Ich denke, jeder, der schon einmal eine schwere Verletzung erlebt hat, kann nachempfinden, wie es sich anfühlt, monatelang ohne Fußball auskommen zu müssen. Ich habe bedauerlicherweise einige wichtige Momente verpasst, darunter das Toto-Pokal-Finale und das DFB-Pokal-Spiel gegen Heidenheim. Deshalb wollte ich so schnell wie möglich wieder auf den Platz zurückzukehren um Fußball zu spielen. Momentan fühle ich mich körperlich topfit und bin erleichtert, dass ich die bisherige Saison ohne Verletzungen durchgestanden habe und mein Knie nach der Verletzung wieder voll belastbar ist.

Wir blicken noch einmal in die Vergangenheit: als gebürtiger Illertisser bist du 2016 von der U17 des FC Augsburg zum FVI gewechselt. Was hat sich in all den Jahren entwickelt und wie blickst du auf den eingeschlagenen Weg der Professionalisierung?

Ich finde, der Kader ist von Jahr zu Jahr immer jünger geworden. Momentan haben wir eine besonders junge Mannschaft, die in der Hinrunde etwas Zeit gebraucht hat, um sich zu finden. Natürlich unterstütze ich den eingeschlagenen Weg der Professionalisierung voll und ganz. Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, daher ist es wichtig, dass sich auch der Verein weiterentwickelt und nicht stehen bleibt.

Was macht für dich einen Führungsspieler aus?

Kurz gesagt zeigt ein Führungspieler auf dem Platz gute Leistungen und ist ein Vorbild für das Team. Er motiviert seine Mitspieler, zeigt Einsatzbereitschaft, ist verlässlich und übernimmt Verantwortung, auch in sportlich vielleicht schwierigeren Situationen.

Im Vorfeld des Interviews konnten Dir unsere Fans auf Instagram Fragen stellen. @juuuuuuliaan, @11tobi99 und @f_122.x fragen: „In welchem Verein hast du als Kind gespielt und könntest du dir eines Tages eine Rückkehr vorstellen?“

Ja, tatsächlich kenne ich zwei der drei Namen in der Frage, haha (lacht). Ich habe mit dem Fußballspielen im Alter von 3- 4 Jahren beim SV Tiefenbach begonnen. Viele meiner ehemaligen Teamkollegen spielen immer noch dort, und ich könnte mir durchaus vorstellen, eines Tages für 2-3 Jahre nach Tiefenbach zurückzukehren. Da viele etwas älter sind als ich, haltet noch ein paar Jahre durch (lacht).

Was war dein schönstes Erlebnis im Fußball? (@lauraxspm)

Es gab viele schöne Momente, aber zwei Ereignisse stechen besonders hervor: Mein erster Einsatz nach dem Kreuzbandriss und der Einsatz im DFB-Pokal letztes Jahr. Diese beiden Momente waren für mich besonders.

Unseren ehemaliger Co-Captain Alexander Kopf interessiert, „wie schaffst du es in deinem Alter schon so routiniert aufzutreten?“

Ha, na das ist ja mal ’ne Frage (lacht).  Erstmal viele Grüße nach Gelsenkirchen! Also, ganz ehrlich, ich habe einfach das Glück, dass du eineinhalb Jahre lang mein Sitznachbar in der Kabine warst und ich von dir alles Mögliche abgucken und lernen konnte. Von der Vorbereitung vor und nach dem Spiel bis hin wie du deine Schuhe geputzt hast. Das routinierteste was ich bei dir in der kurzen Zeit gesehen habe, war deine Badetasche als wir des öfteren Montags nach den Spielen ins Nautilla gegangen sind.

Was sind deine Ziele für die Zukunft (@pudicmarin) und wie blickst du auf die kommende Saison mit dem FVI?

Meine Ziele für die kommende Saison sind simpel: Ich will so viele Spiele wie möglich gewinnen und den Flow aus der Rückrunde mit in die neue Saison nehmen. Zudem möchte ich mich wieder für den DFB-Pokal qualifizieren und wünsche mir von dir mindestens 5 Saisontore (lacht).

Zum Abschluss: der FVI in 3 Worten?

Tradition, Teamgeist, Erfolg.

Vielen Dank!

Fotos & Interview: Nikita Schleicher