Nachbericht FVI vs. Türkgücü München

Auch einen Tag danach ist beim FV Illertissen der Ärger, die Wut über das Wie der Niederlage im Totopokal Finale unvermindert groß. Von allen Seiten erhielten die Illertisser Zuspruch angesichts der unsportlichen Begleitumstände. Der Gipfel dabei sicherlich der gewaltige Böllerschuss mitten im Anlauf zum Elfmeter von Fabio Maiolo, der prompt verschoss. Kein Zweifel, dass die Detonation aus der Gruppe der Türkgücü „Fans“ kam, ohne dass Schiedsrichter Elias Tiedeken eingriff.

„Jeder vernünftig denkende Mensch und fußballinteressierte Zuschauer hätte erwartet, dass unterbrochen wird“ so der erzürnte Sportvorstand Karl Heinz Bachthaler. Auch der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Ostermann, seit vielen Jahren FVI Fan konnte das nicht verstehen: „Nicht nur das, sondern es war zu sehen, dass diese „Fans“ untereinander aufeinander losgingen, sie befürchteten einen Spielabbruch. Kompliment an den FVI, das war eine Klasseleistung.“

„Das nützt mir nichts, wenn ich man oft he match war, mir wäre lieber gewesen, ich hätte nicht so gut gespielt und wir hätten den verdienten Einzug in den DFB Pokal geschafft“ so der Illertisser Torhüter Felix Thiel. Die Illertisser Verantwortlichen erhielten sogar mehrfache Anrufe von Kollegen aus der Regionalliga, die ebenso entrüstet waren, es fiel gar der Begriff Betrug. Von dem Elfmeterdrama abgesehen, konnten die Fernsehbilder klar belegen, dass die Szene in der 19. Minute ein „tausendprozentiger“ Elfmeter war. Maurice Strobel legte wenige Meter vor dem Tor den Ball an Torhüter Rene Vollath vorbei, der ihm eindeutig die Beine wegzog. „Warum soll ich mich fallen lassen, wenn das Tor leer ist und ich nur einzuschieben brauche“, so der Illertisser Mittelfeldspieler.

Von vielen Seiten war auch zu hören, dass die Fernsehbilder eindeutig zeigten, dass in der Endphase, als die Illertisser mächtig drängten, ein Spieler von Türkgücü im Strafraum mit dem Arm auf dem Ball lag. Wieder kein Pfiff des Unparteiischen, kein Signal des Linienrichters. „Ich weiß nur eins“, so der Illertisser Trainer Marco Konrad, „was meine Mannschaft geleistet hat, verdient höchstes Lob. Ich bin richtig stolz auf sie, auch wie sie diese ganzen Nackenschläge weggesteckt hat und sich sportlich äußerst fair verhielt.“ Leider hatte, aus Illertisser Sicht, der Ausgang mit sportlicher Fairness nichts zu tun.